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SSC Dodesheide kann den Sekt fast kaltstellen
14. April 2009 | 09:46Karp-Elf gewann Spitzenspiel gegen SV 16 mit 4:1.
Großer Trubel, tolles Spiel - rund 600 Zuschauer erlebten gestern Nachmittag „das Spiel der Spiele“ in der Kreisliga-Stadt. - Und einen verdienten Sieger, denn der SSC Dodesheide siegte deutlich mit 4:1 (1:1) bei seinen direkten Konkurrenten SV 16. Die Karp-Elf legte damit einen großen Schritt Richtung Bezirksliga zurück.
So jedenfalls die Einschätzung von „16“-Kapitän Felix Harms direkt nach der Partie, die viele Torraumszenen hüben wie drüben produzierte. „Wenn ich ehrlich bin, war es das für Dodesheide. Wir blicken jetzt nach Hollage und hoffen, dass sie in der Bezirksoberliga bleiben. Dann hätten wir als Zweiter eine Chance in der Relegation.“ Dodesheides Trainer Holger Karp sieht das Titelrennen trotz des Sieges noch nicht gelaufen. „Wir haben noch ein paar unangenehme Spiele, die Meisterschaft ist noch nicht sicher!“ Der SSC hat nun jedoch drei Zähler Vorsprung vor dem SV 16 und das bessere Torverhältnis.
Die SSC-Spieler jubelten nach Spielschluss zumindest schon so, als wären sie bereits aufgestiegen. Karp tanzte im Kreise seiner Akteure - die Fans stimmten am Rande Jubelgesänge an.
Über die 90 Spielminuten präsentierte sich der SSC als spielerisch klar bessere Mannschaft und hatte mit dem überragenden Carsten Gottwald im Mittelfeld, Abwehrchef Florian Lübbe und Sturmführer Bastian Dreier eine starke Mittelachse zu bieten.
Dem hatte der SV 16 insbesondere in den ersten 35 Minuten und über weite Strecken der zweiten Hälfte nur wenig entgegenzusetzen. Freilich musste 16-Spielertrainer Nico Fehlhauer einige Ausfälle verkraften. Spielmacher Tobias Bussmann verletzte sich am Knie am Donnerstag im Abschlusstraining und passte ebenso wie Hanno Polakowski. Birger Samson kam trotz Zerrung zumindest im zweiten Spielabschnitt zum Einsatz.
Der SSC nahm gleich von Beginn das Spiel in die Hand und kam zu diversen guten Torgelegenheiten. Immer wieder war es Carsten Gottwald über links, der die 16-Abwehr vor Probleme stellte. Das 1:0 fiel durch einen über die Mauer gezirkelten 23-Meter-Freistoß des ehemaligen VfL-Profis (18.).
In der folgenden Viertelstunde durften sich die im Aufbau pomadig agierenden Gastgeber bei ihrem starken Torwart Stefan Remest bedanken, der mehrfach einen höheren Rückstand verhinderte. Bastian Dreier traf obendrein per Kopf nur den Pfosten (26.).
Der 1:1-Ausgleich fiel beinahe aus dem Nichts. SV 16-Torjäger Tim Stein spitzelte einen Ball am herausstürmenden SSC-Keeper Neumann vorbei, der anschließend noch fest zupackte. Mirko Samson verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 1:1 (39.). SV 16 hätte sogar am Ende mit einer Führung in die Pause gehen können, doch Mirko Samson (42.) und Felix Harms (45 +3) verzogen jeweils aus kurzer Distanz.
Nach der Pause dominierte nur noch Dodesheide. Angetrieben von Carsten Gottwald machten die Gäste schnell den Sack zu. Bastian Dreier nutzte zunächst ein intelligentes Zuspiel von Gottwald cool zum 2:1 (50.). Kurz danach schaltete der vom SV Hellern im Winter gewechselte Stürmer bei einem Durcheinander im Strafraum am schnellsten zum vorentscheidenden 3:1 (58.). Der SV 16 versuchte nochmal, mit Willen zurückzukommen, Dodesheide lauerte auf Konter. Einer davon saß, als Gottwald zum 4:1 aus 16 Metern ins lange Eck traf (86.).
„Der Sieg ist, glaube ich, völlig verdient auch in der Höhe“, resümierte ein glücklicher SSC-Coach Holger Karp. „Wir haben eine tolle Mannschaftsleistung auf dem Punkt gebracht, das macht mich glücklich.“
SV 16 - SSC Dodesheide 1:4 (1:1). SV 16: Remest - Fehlhauer - Arens, Höppner - Niemeyer, Unger, M. Samson, Martin (74. Baumgart), Harms - Stein, P. Bussmann (46. B. Samson) . SSC Dodesheide: Neumann - Lübbe - Kahmann, Clausjürgens - Ganschinietz (73. Kaiser), Gottwald, Görtemöller, Möllering (90. Hackmann), Telsemeyer - Kröger, Dreier (82. Hagenburger). Schiedsrichter: Chico Goncalvez. Bes. Vorkommnis: 88. gelbrot Kaiser (SSC). P.V.
Dicke Luft herrschte gestern häufig im Strafraum des SV 16. Hier kommt Björn Dreier vom SSC zum Kopfball. Foto: Vorberg
