Carl Zeiss Jena VFL
VFL - Nur ein Punkt in Jena
6. Mai 2008 | 12:061:1 Unentschieden in Jena. - Spiel der vergebenen Großchancen auf beiden Seiten. - Für Jena wird es eng. Für Carl Zeiss Jena wird die Luft im Kampf gegen den Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga immer dünner. Am 31. Spieltag kamen die Thüringer nicht über ein 1:1 (0:0) gegen den VfL Osnabrück hinaus und haben mit 27 Punkten auf Tabellenplatz 17 sechs Punkte Rückstand zum rettenden Ufer.
Osnabrück hält als Zwölfter mit 35 Punkten weiter Abstand zu den Abstiegsplätzen. Sami Allagui brachte Jena in der 63. Minute zunächst in Führung, doch nur zwei Minuten später traf Thomas Reichenberger für den VfL zum 1:1. In der Nachspielzeit sah Jenas Torsten Ziegner wegen einer Notbremse die Rote Karte. Die Hausherren mussten auf Spielmacher Jan Simak verzichten, der wegen einer Leistenverletzung bis zum Saisonende ausfällt.
Trotz zahlreicher Chancen auf beiden Seiten war die Partie vor 9291 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld in der ersten Hälfte torlos geblieben. Zunächst traf Osnabrücks Rouwen Hennings (26.) per Kopf nur die Latte. Zwei Minuten später verpasste Niels Hansen (28.) die Führung für Jena, sein Schuss aus zehn Metern ging an die Unterkante der Latte, kurz darauf schiebt Allagui den Ball an VfL-Keeper Tino Berbig vorbei an den linken Außenpfosten.
In der zweiten Hälfte machte es Allagui besser, als er nach einer Ecke die Orientierunglosigkeit von Berbig ausnutzte und durch seine Beine ins Tor köpfte. Ebenfalls per Kopf traf Reichenberger, der Jenas Schlussmann Wassili Chomutowski auf dem falschen Fuß erwischte. Beste Spieler bei Jena waren Hansen und Sven Günther, bei Osnabrück stachen Torschütze Reichenberger und Paul Thomik heraus. Im Großen und Ganzen kann der VfL mit diesem Punkt durchaus leben. Mit 35 Punkten vorläufig auf Platz 12 der aktuellen Tabelle ist zwar noch nicht alles gesichert, die Chancen auf den ersehnten Klassenerhalt bleiben so aber in jedem Fall gewahrt. Große Zeit zum durchatmen bleibt nicht für die VfL-Profis. Bereits am Dienstag, 6. Mai, empfangen die Lila-Weißen um 17.30 Uhr im drittletzten Saisonspiel Spvg. Greuther Fürth mit Trainer Bruno Labbadia. (PA)