Pilger aus Oldenburg in Wallenhorst Pilger in Rulle
Wallenhorst:Pilger aus Oldenburg
22. September 2008 | 10:23Ökumenische Pilgergruppe aus Oldenburg in Wallenhorst zu Gast.
Was Aale mit der Oldenburger Stadtgeschichte zu tun haben, erfuhr Wallenhorsts Bürgermeister Ulrich Belde am Dienstag (2. September), als er eine ökumenische Pilgergruppe aus der norddeutschen Stadt am Hotel Lingemann in Rulle begrüßte. Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Oldenburg hatte die circa 160 Kilometer lange Wanderung von Bad Iburg nach Oldenburg, die in fünf Tagesetappen bewältigt wurde, organisiert. Sie erinnerte damit an eine uralte Tradition, der die Stadt Oldenburg ihren Namen zu verdanken hat: Im Jahre 1108 wurde zwischen dem Kloster Iburg und Graf Egilmar I. von Oldenburg ein Vertrag geschlossen. Dieser bestimmte, dass die gräfliche Familie in die Gebete der Geistlichen aufgenommen wurde. Als Dank für die kirchlichen Fürbitten erhielt eine Gesandtschaft des Klosters Iburg jedes Jahr am 8. September 90 Bund Aale. Dieser Vertrag ist heute die älteste bekannte Schrift, in der Oldenburg (damals noch Aldenburg) erwähnt wird. Unter dem Motto „Zeitreise. Kommen Sie mit!“ erinnerte die Stadt Oldenburg jetzt mit zahlreichen Festlichkeiten und Veranstaltungen an die erste urkundliche Erwähnung vor 900 Jahren, unter anderem mit der Pilgerfahrt. Die Pilger vollzogen den Weg nach, der seinerzeit die Mönche aus Bad Iburg mit Oldenburg verband. Bürgermeister Ulrich Belde begrüßte die Gruppe, die im Hotel Lingemann übernachtet hatte, und begleitete sie zum Kloster Rulle. Hier übergab er „als Vertreter der weltlichen an die kirchliche Gemeinde“: Pastor Heinz-Jürgen Schäfer führte die Pilger durch das Klostergebäude, bevor sie sich auf den Weg machten nach Damme, ihrer nächsten Station auf dem Heimweg. Zu Hause wurden sie am Freitag (5. September) auf dem Schlossplatz empfangen. Begleitet wurden die Gruppe von einem Kamerateam des Privatfernsehsenders RTL, der täglich von ihrer Reise berichtete.