IHK Konjunkturklimaindex Wachstumsregion Ems-Achse
Osnabrück - „Ems-Achse“ stabiler
10. November 2009 | 11:11Osnabrück. Die Wirtschaft im Gebiet der Wachstumsregion Ems-Achse erholt sich langsam, aber stetig von den Folgen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise. Der Konjunkturklimaindex, wichtigster Stimmungsmesser der regionalen Wirtschaft, notiert im dritten Quartal 2009 bei 97 Punkten.
Osnabrück. Die Wirtschaft im Gebiet der Wachstumsregion Ems-Achse erholt sich langsam, aber stetig von den Folgen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise. Der Konjunkturklimaindex, wichtigster Stimmungsmesser der regionalen Wirtschaft, notiert im dritten Quartal 2009 bei 97 Punkten. Damit hat sich das Konjunkturklima erneut verbessert. Im ersten Quartal stand der Index noch bei 68, im zweiten dann bei 82 Punkten. Der Konjunkturklimaindex Ems-Achse basiert auf der gemeinsamen Konjunkturumfrage der IHK Osnabrück-Emsland und der IHK für Ostfriesland und Papenburg unter rund 500 regionalen Unternehmen.
Aktuell bezeichnen 23 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut und 25 Prozent als schlecht. Damit überwiegen weiterhin die negativen Einschätzungen, allerdings weniger stark als bisher. Im Vorquartal waren nur 18 Prozent der Betriebe mit ihrer Lage zufrieden, 34 Prozent hingegen unzufrieden. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich bei den Geschäftserwartungen der Unternehmen für den weiteren Jahresverlauf ab. Auch hier überwiegen die pessimistischen Unternehmen nur noch leicht um 3 Prozentpunkte (Vorquartal: 20 Pkt.).
Für eine Aufschwungeuphorie sehen die IHKs dennoch keinen Anlass. Die operativen Planungen der Unternehmen für die kommenden Monate sind nach wie vor restriktiv. Per Saldo rechnen 14 Prozent der Unternehmen mit Kürzungen bei der Belegschaft. Damit zeichnet sich für die Herbst- und Wintermonate eine steigende Belastung des Arbeitsmarktes ab, die einer schnellen Erholung der Binnenkonjunktur entgegensteht. Auch bei den Investitionen wollen sich die meisten Betriebe vorerst zurückhalten. Jedes vierte Unternehmen will seine Ausgaben in diesem Bereich kürzen, nur 15 Prozentrechnen mit steigenden Investitionen.
Eine Entwarnung für die Gesamtwirtschaft ist nach Einschätzung der IHKs auch deshalb verfrüht, weil die Einschätzungen der Unternehmen in den einzelnen Wirtschaftzweigen sehr unterschiedlich ausfallen. In der Industrie ist derzeit nur jeder elfte Betrieb mit seiner Lage zufrieden. (PA)