DEHOGA Mehrwertsteuerreduzierung für die Hotellerie positive Branchensituation Tourismusstandort
Osnabrück - Mehrwertsteuer in der Hotellerie
23. Februar 2010 | 10:20Osnabrück. Knapp 2 Monate nach Einführung der Mehrwertsteuerreduzierung für die Hotellerie werden den Regionalverbänden des DEHOGA täglich Meldungen über konkrete Maßnahmen gemacht, mit der die Mehrwertsteuersenkung in den Wirtschaftskreislauf zurückgespeist wird.
Osnabrück. Knapp 2 Monate nach Einführung der Mehrwertsteuerreduzierung für die Hotellerie werden den Regionalverbänden des DEHOGA täglich Meldungen über konkrete Maßnahmen gemacht, mit der die Mehrwertsteuersenkung in den Wirtschaftskreislauf zurückgespeist wird.
Einen kleinen Überblick bieten bereits mehr als 520 Eintragungen (Stand 06.02.2010) auf der Online Plattform www.erfolg7prozent.de, die auf Initiative eines Privathoteliers eingerichtet wurde.
Sieben statt 19 Prozent Mehrwertsteuer geben den Unternehmern dringend benötigte Handlungsspielräume für mehr Investitionen, niedrigere Preise sowie für die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in schwierigen Zeiten.
Auch im Verbandsgebiet des DEHOGA Bezirksverbandes Osnabrück, Emsland, Grafschaft Bentheim stellt sich die Branchensituation positiv dar.
Insbesondere im urbanen Umfeld des Oberzentrums Osnabrück, sowie in den Mittelzentren Lingen und Meppen, sind vermehrt Investitionsprojekte festzustellen; so sind dem DEHOGA Bezirksverband Osnabrück, Emsland, Grafschaft Bentheim mehr als 8 gastgewerbliche Großinvestitionen (größer als 1 Mio. EUR Investitionsvolumen) im regionalen Verbandsgebiet bekannt.
Die Investitionen in Häuser, Mitarbeiter und niedrigere Preise belegen eindrucksvoll die positive Wirkung der Mehrwertsteuersenkung für den Tourismusstandort Deutschland. Allerdings ist auch klar, dass vier Wochen nach Inkrafttreten des Gesetzes noch keine Gesamterhebung vorliegen kann. Der DEHOGA appelliert daher an die Politik, den Hoteliers, Gasthof- und Pensionsbetreibern eine faire Umsetzungschance zu geben.
Die kommunalpolitsche Diskussion um „Bettensteuer, Kultur- und Touristikabgaben“ - so auch derzeit in der Stadt Osnabrück - machen die Chancen aus der Mehrwertsteuersenkung zunichte, sind argumentativ sowie rechnerisch falsch belegt, unterlaufen die bundespolitische Zielsetzung von Wettbewerbsgleicheit und schaden dem lokalen Tourismus in verhängnisvoller Weise.
Der in Deutschland für die Hotellerie übernommene reduzierte Mehrwertsteuersatz ist in Europa schon lange der Normalfall. In 21 von 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union galten bereits bis zum 31.12.2009 reduzierte Mehrwertsteuersätze für die Hotellerie. Alle touristischen Mitwettbewerber Deutschlands waren bei der Mehrwertsteuer besser gestellt als Deutschlands Hoteliers (z.B. Schweiz 3,6 Prozent, Österreich 10 Prozent, , Portugal 5 Prozent, , Frankreich 5,5 Prozent, , Spanien 7 Prozent, , Niederlande 6 Prozent, ).
Die Einführung eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes für das Beherbergungsgewerbe in Deutschland ist somit kein neues Thema, sondern gliedert sich, mit dem angestrebten - allerdings noch ausstehenden - reduziertem Mehrwertsteuersatz für gastronomische Leistungen (F&B), nahtlos in eine europäische und innerstaatliche angestrebte Steuer- und Wettbewerbsgerechtigkeit ein.
Die Mehrwertsteuerreduzierung bewirkt, dass die in der Deutschen Hotellerie vielfach überfälligen Investitionen für Renovierungen und Umbaumaßnahmen endlich umgesetzt werden können und die Häuser sich damit dem internationalen Wettbewerb stellen können. (PA)