Handwerk als Stabilitätsfaktor Handwerkswirtschaft Kreishandwerkerschaft Osnabrück
Osnabrück - Handwerkerschaft optimistisch
9. März 2010 | 10:16Osnabrück. Die Handwerkswirtschaft hat die Rezession bislang offenbar besser verkraftet als andere Zweige der deutschen Wirtschaft. Diese Einschätzung vertreten Vorstand und Geschäftsführung der Kreishandwerkerschaft Osnabrück KH).
Osnabrück. Die Handwerkswirtschaft hat die Rezession bislang offenbar besser verkraftet als andere Zweige der deutschen Wirtschaft. Diese Einschätzung vertreten Vorstand und Geschäftsführung der Kreishandwerkerschaft Osnabrück KH). Auch in 2010 werde das Handwerk sich als Stabilitätsfaktor erweisen.
Die Zahl der Beschäftigten werde in etwa gehalten werden können, weitere Umsatzrückgänge seien generell nicht zu befürchten, vermutet Kreishandwerksmeister Horst Glüsenkamp. Während in den Ausbaugewerken wie Metall-, Elektro- und SHK (Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Klempnertechnik) größtenteils wieder Normalität eingekehrt sei, bereite das Bauhauptgewerbe aber nach wie vor Sorge, schränkt KH-Hauptgeschäftsführer Thorsten Coch ein.
Hier appelliert die Handwerksorganisation an die öffentlichen Auftraggeber, die im Zuge des Konjunkturpakets entstandenen Vorhaben auch bis zum Jahresende abarbeiten zu lassen.
Insbesondere der Bereich des energetischen Bauens und Sanierens mit den vielfältigen Einsparungsmöglichkeiten für den Verbraucher und ökologischen Vorteilen sei eine Domäne des innovativen und flexiblen Handwerks und stimme auch für die Zukunft optimistisch. Diese Aspekte würden beispielsweise auf der Osnabrücker Energiemesse bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt am letzten März-Wochenende von einigen Handwerksinnungen sehr deutlich in den Vordergrund gerückt.
Auch die Entwicklung der beruflichen Bildung bewertet die KH eher optimistisch. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) habe zwar erst kürzlich in einer Pressekonferenz zu Recht und zum wiederholten Male auf die hohe Zahl noch nicht ausbildungsfähiger Schulabgänger hingewiesen, erinnert Vorstandsmitglied Ernst Neve. Dennoch habe das Handwerk es erreicht, im Rahmen des Ausbildungspaktes die Zahl der unversorgt gebliebenen Lehrstellenbewerber gegen Null zu fahren. Angesichts der weiter rückläufigen Schülerzahlen einerseits und des unverändert großen Fachkräftemangels andererseits werde das Handwerk seine Anstrengungen, für die zukunftsorientierten, attraktiven Berufe zu werben, aber noch intensivieren.
Regional werde die Ausbildungsmesse am 16. und 17. Juni 2010 dazu einen wichtigen Beitrag leisten, bundesweit die große Imagekampagne des Handwerks, dem junge Menschen gerade in krisenbelasteten Zeiten ihr Vertrauen schenken sollten. (PA)