geschwächter und exportgetriebener Aufschwung Sparkasse Osnabrück Vortragsveranstaltung „Konjunktur- und Börsenperspek Wertpapiermarkt
Osnabrück - Risiken optimieren - Chancen nutzen
9. März 2010 | 10:22Osnabrück. Die Sparkasse Osnabrück hatte am Mittwochabend in sein Forum im Hauptstellengebäude zur Vortragsveranstaltung „Konjunktur- und Börsenperspektiven 2010“ geladen. Die rund 80 Zuhörer mussten ihr Kommen nicht bereuen, bekamen sie doch von Dr. Holger Bahr (Leiter der Volkswirtschaft der DekaBank) und Rainer Lietmeyer (Portfoliomanager der Sparkasse) interessante Details des gegenwärtigen Wertpapiermarkts serviert.
Osnabrück. Die Sparkasse Osnabrück hatte am Mittwochabend in sein Forum im Hauptstellengebäude zur Vortragsveranstaltung „Konjunktur- und Börsenperspektiven 2010“ geladen. Die rund 80 Zuhörer mussten ihr Kommen nicht bereuen, bekamen sie doch von Dr. Holger Bahr (Leiter der Volkswirtschaft der DekaBank) und Rainer Lietmeyer (Portfoliomanager der Sparkasse) interessante Details des gegenwärtigen Wertpapiermarkts serviert.
Insbesondere Bahr wusste die für den Laien schwer zugängige Materie anschaulich darzustellen. „Heiter bis wolkig“ so seine Einschätzung zu den Konjunktur- und Börsenperspektiven 2010. „Anders gesagt langweilig, aber auch komfortabel.“
Für dieses Jahr sieht der Manager keinen normalen Aufschwung, er ist geschwächt und exportgetrieben. Die Arbeitslosigkeit steigt leicht und es gibt weiter Firmeninsolvenzen zu beobachten. „Wir bekommen nicht nur nette Infomationen“, so Bahr. „Es ist nicht auszuschließen, dass wir wieder in eine Rezession fallen.“
Dennoch sieht er die Wertpapieranlage als gutes Mittel der Geldanlage. „Die Marktwirtschaft belohnt Risikobereitschaft und damit innovative Unternehmen. Wettbewerb schafft Anreize und hohes Risiko wird einfach mehr belohnt. Wer dagegen auf sicher gehen will, muss sich bei niedrig verzinslichen Staatsanleihen bedienen.“
Abschließend wartete Bahr mit einer Grundregel der Geldanlage auf: „Je breiter man streut, desto schwieriger ist es auszurutschen.“
Zuvor hatte Rainer Lietmeyer bereits die Anlagenstrategie der Sparkasse erläutert. „Das Risiko optimieren und Chancen nutzen“, so der Grundtenor. Die Sparkasse habe die Krisenjahre 2008 und 2009 gut überstanden. Während der europäische Aktienmarkt ein Minus von 40/20 Prozent (08/09) eingefahren habe, lag der Verlust der Sparkasse in dem Bereich bei nur 25/8,5 Prozent. „Wir haben, glaube ich, die Risiken optimiert und für unsere Kunden das Beste rausgeholt“, so Lietmeyer. P.V.